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Die kapoart 04
präsentiert das aktuelle Schaffen der bildnerisch tätigen Angehörigen
der
Kantonspolizei Zürich.
Ihre Werke sind Dokumente persönlicher Empfindung und Ergebnisse privater
Denkprozesse ausserhalb beruflicher Pflichten und Vorschriften.
Kreativität ist ein wertneutraler Begriff, der wie Janus ein konstruktives und
ein destruktives
Gesicht hat.
Was negative Kreativität ist, wissen jene am besten, die täglich im Kampf
gegen die vielfältigen
Formen von Verbrechen, Gewalt und Zerstörung im Einsatz sind.
Polizistinnen und Polizisten müssen ihre persönlichen Bedürfnisse und
Anliegen im Dienst ihres
Auftrages zurückstellen und arbeiten oft auch in Bereichen, wo Werte wie Gut
und Böse sich in
enormer Komplexität verdichten oder vermischen.
Diese Belastung kann auch Quelle konstruktiver Kreativität sein. Die
künstlerische Kreativität ist
eine von vielen möglichen Formen erholsamer und Freude vermittelnder
Tätigkeiten.
Die kapoart 04
zeigt in beeindruckender Weise Werke, die durch Phantasie, Ideenreichtum
und handwerklichen Fleiss bestechen:
Hansruedi Suter setzt sich mit den verschiedenen
Phänomen des Raumes auseinander. Das von
ihm eingesetzte Material ist entscheidend für die Werkaussage. Da Hansruedi Suter
gerne mit
alltäglichen Materialien arbeitet, weisen seine Installationen formale Bezüge
zur Arte Povera auf.
Sandra Schweizer schafft dreidimensionale Werke
voller Witz und Lebensfreude. Einfallsreichtum
wird bei ihr zu unbeschwertem Kunstschaffen, das aber bei genauerem Hinsehen
darauf hinweist,
dass den Gesetzen der Freude immer auch die Schatten der Ernsthaftigkeit folgen.
Andreas Disch gestaltet mittels Linien, Farben und
Schatten eine phantastische Bildwelt, welche
ihre Wurzeln in den Abgründen der Träume, aber auch in der Imagination von
noch zu entdeckenden
Welten im Universum hat.
Neben ihren der Pop-Art nahe stehenden Bildern, verweist Belinda Vaqué
in ihren anderen Bildern
auf amorphe Dimensionen, wo stofflicher Eigenwert, Farb- und Texturverläufe
sich zu zentralen
Bildaussagen verdichten...
Die Welt des Zirkus mit seinen Tigern, Elefanten und Clowns ist Zentralmotiv von Rolf Wachters
breitem, künstlerischem Schaffen, das keine Berührungsängste mit
Materialexperiment und
Kunsthandwerk kennt.
Beat Brüderli, der Crash-Designer, schafft aus
Verbrauchtem und Altem: Exklusives und Neues.
Seine Arbeiten werden neben dem bemerkenswerten kreativen Potential vor allem
auch durch
ein selten gewordenes hohes handwerkliches Können geprägt.
Die Arbeiten von Roger Gava zeigen eine Suche nach
neuen Aussagen und Motive in der alten
Technik der Holzgravur. Fantasy-Motive stehen im Vordergrund seines bisherigen
Schaffens.
Die Aquarelle und die überarbeiteten Gipsabdrücke von Marianne Frauchiger
weisen auf ein
breites Interesse an der Wechselwirkung von malerischer Aussage und plastischer
Darstellung hin.
Reto Widler versteht seine der Konzept-Art
nahestehenden Objekte als persönlich formulierte
Sinn - Bilder. Die in dieser Ausstellung gezeigten Buchobjekte charakterisieren
sich durch
hochwertiges Material. Ihre Individualisierung wird erst durch ihre weitere
Benutzung ausformuliert
und abgeschlossen.
Mittels malerischer Sensibilität und gestalterischer Vielseitigkeit schafft Hansjörg Meier
immer
neue Darstellungen seiner grundlegenden Lebensphilosophie: "Farbe heisst
Leben und Leben
heisst Farbe..."
Die Wahl des Mediums Comic fordert immer Doppeltalent: Sprache und Bild müssen
in ihrer
Koexistenz eine optimale Wechselwirkung entfalten, um die packenden Storys von Michael
Roschmann in Höchstform zu bringen.
Eine besondere Herausforderung für Marcel Brunner
ist die Nachempfindung, Einfühlung und
Auseinandersetzung mit Werken der Kunstgeschichte, wobei Farbe, Material sowie
das
Malverfahren Interessensschwerpunkte sind.
Rolf Looslis
Metallobjekte sind von zeichenhafter Kontur und sichtbarer Konstruktion
geprägt.
Materialgerechtigkeit und archaische Kraft geben seinen Werken ihren besonderen
Charakter.
Mark - Gavin Brauns
Werkstoff ist der schnelltrocknende Gips. Es sind Körper, die an Hüllen
erinnern. Die abgeformte Sinnlichkeit dieser Köper steht in einem
wirkungsvollen Kontrast zur
Härte des verwendeten Materials.
Die Darstellung des weiblichen Aktes wird in Rolf J. Rüeggs
neuen Werken durch symbolartige
Zeichen und vom Film inspirierte Bildausschnitte in ihrer Aussage so gestaltet,
dass grundsätzlich
mehrere Interpretationsebenen möglich werden...
Bei dieser Vielfalt von Werken charakterisier Bob Dylans
Feststellung:
"Kreativität hat viel mit Erfahrung, Beobachtung und
Vorstellungskraft zu tun..."
das Gemeinsame der kapoart 04.
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